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Eine Frage der Liquidität

P2P-Kredite Liquiditätsplan
Eine Frage der Liquidität - Für viele ein wichtiger Eckpfeiler, neben Rendite & Risiko, bei Investitionen in P2P-Kredite. Meine Gedanken dazu im heutigen Blogbeitrag:
Einordnung in das Gesamtvermögen

Bevor ich auch nur 1 Cent in P2P-Kredite investiert habe, stellte ich mir eine Art "Liquiditätsplan" auf. Hier spielte es mir natürlich in die Karten, dass ich sowieso eine Excelübersicht über alle Vermögensanlagen führe. Grundsätzlich sehe ich meine P2P-Investitionen als mittelfristige Geldanlage an, unterteile aber nochmal in Kurz- und Langläufer.
Meine laufenden Ausgaben, sowie mein "Notgroschen", sind zu 100% über Giro- und Tagesgeldkonto gedeckt. Sollte ich aus irgend einem Grund meinen Job verlieren oder andersweitig in finanzielle Schieflage geraten, so bin ich darüber einige Monate abgesichert. Weiterhin sieht meine Finanzplanung eine gewisse Abschreibung von größeren Anschaffungen (wie TV, Laptop, Möbel, Auto, ect.) vor. Ähnlich einer Firma bilde ich entsprechende monatliche Rücklagen. An dieser Stelle kommen meine mittelfristigen Geldanlagen ins Spiel - unter anderem P2P-Kredite.

Ein kleines Beispiel:
Mein Laptop geht kaputt und muss ersetzt werden -> Bezahlung über Tagesgeldkonto -> Teilweise Liquidierung der P2P-Investitionen um die Lücke wieder zu schließen.

Unterteilung des P2P-Portfolios

Hierzu habe ich mir wiederum mein P2P-Portfolio selbst nochmal unterteilt. Rund 2/3 meiner Investitionssumme steckt aktuell in Krediten mit einer Restlaufzeit von unter 3 Monaten. Dafür eignen sich hervorragend die Payday-Loans, beispielsweise auf Swaper, ViaInvest, Robocash oder Twino. Dank der kurzen Laufzeit und der 30-Tage Buyback-Garantie bin ich bei Bedarf schnell liquide. Etwas anders sieht es bei meinen Investitionen bei Bondora, FinBee und Mintos aus. Hier investiere ich in Kredite mit längeren Laufzeiten. Wächst meine Gesamtinvestition weiter, so verschiebt sich auch der Anteil hin zu den längerfristigen Krediten - Muss ich irgendwann kurzfristige Gelder einmal abzweigen, so werde ich Rückflüsse wiederum umschichten.
Zweitmarkt verschafft Liquidität

Bietet eine P2P-Plattform einen Zweitmarkt an, so kann man sich auch über diesen Liquidität verschaffen. Allerdings sollte man beachten, das teilweise Gebühren fällig werden oder man Kredite zum Teil nur mit Abschlägen verkaufen kann. Wie schnell man Kreditanteile weiterverkaufen kann, hängt weiterhin vom allgemeinen Angebot ab. Ein gutes Beispiel dafür ist momentan Twino. Bisher hat man dort alles innerhalb von wenigen Stunden verkaufen können. In den letzten 2 Wochen herrschte ein Überhang am Primärmarkt und so bekam man einige Kredite nur sehr schwer wieder los.
Mit dieser Vorgehensweise erhalte ich mir meine eigene Liquidität und kann gleichzeitig Zinsen erwirtschaften, ohne in die Gefahr zu geraten, mir morgen nichts mehr zu Essen leisten zu können. Auch wenn das alles vielleicht etwas zu "Nerd like" klingt, vielleicht hilft es dir ja bei deinen Investitionen. :-)

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