Ende einer Zweitmarkt-Taktik

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Ende einer Zweitmarkt-Taktik

Viventor P2P-Kredite Beitragsbild
Na wer von euch kennt dieses Lied noch? ...
 
This is the end, beautiful friend
This is the end, my only friend, the end
Of our elaborate plans, the end
Of everything that stands, the end
No safety or surprise, the end
I'll never look into your eyes, again

The Doors - The End

 
... So ähnlich fühlt sich momentan Viventor für an. Vor knapp einem Monat hatte ich bereits über die Stärke eines Zweitmarktes (hier) geschrieben und dir von meiner Taktik berichtet.

Ende letzter Woche kam das lang erwartete Plattform-Update, welches mein Vorgehen von jetzt auf gleich nicht mehr rentabel erscheinen lässt. Gleich mehrere Faktoren führen aktuell dazu, dass meine Zweitmarkt-Taktik nicht mehr funktioniert:

Änderungen des Zinssatzes & Abwanderung von Investoren

Der Darlehensanbahner Twinero hat seinen Zinssatz von 12% auf 10.5% gesenkt. Dieser ist, im Vergleich zu anderen Anbietern wie Swaper, zu unluktrativ und führte zu noch mehr Abzug von Investorengeldern bzw. kompletten Abwanderungen. Dies wiederum hat zur Folge, dass Twinero Kredite fast rund um die Uhr am Primärmarkt zur Verfügung stehen. Ein Aufschlag von 1% (bei 12% Zinsen) zahlt sich nun nicht mehr aus um Rückflüsse reinvestieren zu können.

Zunehmender Konkrurrenzdruck

Immer öfters am Tag musste ich meine angebotenen Kreditanteile aktualisieren um weit oben in der Verkaufsliste geführt zu werden. Scheinbar haben viele diese Taktik für sich entdeckt. Zum Teil musste ich jede Stunde auf "Edit" drücken. Per Mobile App ging das zwar verhältnismäßig schnell, nervte aber trotzdem.

Veränderung der Anzeigestruktur des Sekundärmarktes

Hier liegt der unprofitable Hund begraben. Vor dem Update wurden neu angebotene Kreditanteile immer als erstes dem potentiellen Käufer angezeigt. Jetzt ist es so, dass standartmäßig die größten zu erwerbenden Kredite primär ersichtlich sind.
Welchen Erfolg hatte meine Zweitmarkt-Taktik

Am 25.12. hatte ich diese - als Experiment - begonnen und bis zum 11.02. fortgeführt. In 49 Tagen konnte ich einen Gewinn von 66,63€ erzielen. Für mich ein sehr beachtlicher Erfolg. Nicht mit einberechnet sind Zinsen für vereinzelte "Haltetage" zwischen An- und Verkauf. Diese sind zum Teil auch noch ausstehend, weil Viventor Zinsen erst weitergibt, wenn der Kredit tatsächlich zurückbezahlt wurde oder ins BuyBack gelaufen ist. Meine Rendite (XIRR) wurde zeitweise auf über 60% p.a. gepusht. Dauerhaft wäre dies natürlich der Traum eines jeden Anlegers :-)
Konsequenzen / Wie geht es weiter

Natürlich sind Zinssätze von 10,5% auch für mich nicht lukrativ. Zwar gibt es Nachts noch 12%ige Schweden zu ergattern, jedoch ist mir dafür der zu betreibende Aufwand zu hoch. Jeden Tag den Wecker auf 01:00Uhr stellen?! - Nein, sicherlich nicht. Alternativen gibt es ja genug. Letztendlich werde auch ich mein Investment vorerst einstellen und Rückzahlungen auf andere P2P-Plattformen umbuchen. Den effektivsten Sekundärmarkt bietet mir wohl aktuell Bondora. Über eine Aufstockung des Portfolios werden sich wahrscheinlich auch Swaper und ViaInvest freuen dürfen. Dort gibt es noch genügend BuyBack-Kredite zu min. 12% Zinsen. Sofern sich die Grundbedingungen auf Viventor wieder ändern, ist eine Rückkehr natürlich nicht ausgeschlossen. Etwas wehmütig ist mein Kapitalistenherz doch ...

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