789% – Renditeboost Sekundärmarkt

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789% – Renditeboost Sekundärmarkt

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"Jetzt dreht er komplett durch" - "Das geht doch nicht" - "Das ist doch unseriös" - Trifft das deine Gedanken bei dem plakativen und provozierenden Beitragstitel?

Nein, es ist das Ergebnis von zu viel Zeit und einem Versuch am Sekundärmarkt auf Viventor zwischen den vergangenen Feiertagen.

Sicherlich ist die Rendite von über 789% (IRR) nicht auf Dauer zu halten und wurde durch mein kleines Investitionsvolumen von nur 1000€, sowie den aktuellen Gegebenheiten auf Viventor begünstigt. Sie zeigt aber sehr deutlich, welche Chancen P2P-Plattformen mit einem Sekundärmarkt uns bieten!

Die Ausgangssituation

Bei Viventor herrscht aktuell ein Überhang an Investoren. Es gibt täglich nicht genügend neue Kredite um das gesamte Kapital der Anleger zu reinvestieren. Viele beschweren sich darüber - der Autoinvestor kauft keine Kredite mehr ein, freie Mittel liegen brach. Ein "Kapitalistenherz" sieht darin eine Chance!

Umsetzung / Durchführung

Ich konnte 2 Zeiten am Tag beobachten, an denen neue Kredite online gestellt werden. Entsprechend loggte ich mich entweder um 18:30Uhr oder 01:00Uhr ein und investierte mein Geld schnell manuell. Sicherlich zeitaufwändig und nichts für passive Investoren! Da man auch mehrere kleinere Kreditanteile erwerben kann, investierte ich immer 5x20€ in ein Kreditprojekt um sie im Anschluss gleich wieder mit Aufschlag am Sekundärmarkt anbieten zu können. Oft sieht man diese mit Aufschlägen bis zu 20%. Ob diese jemals verkauft werden, kann ich nicht beurteilen. Ich gab mich bereits mit 1% Aufschlag zufrieden. Dies klingt nicht viel, doch 20Cent Gewinn pro Anteil nehmen viele als Aufschlag noch hin und so kaufte man mir den größten Teil meiner Kreditanteile immer bis zum nächsten Tag immer wieder ab und das Spiel begann von vorn. Nach 30 Tagen Kreditlaufzeit hätte ich bei 12% Zinssatz ziemlich exakt den selben Gewinn - so konnte ich allerdings gleich wieder investieren und meine Rendite "boosten".
Das Ergebnis

Die Taktik mit "kleinem Aufschlag" und hoher "Umschlaghäufigkeit" ging komplett auf. Über 36€ Gewinn in nur einer Woche - damit hätte auch ich nicht gerechnet. Ich kann mich bis heute nicht in die Denkweise der Käufer hinein versetzen. Viventor berechnet die Zinsen nach der Haltedauer des Kreditanteils. Mal angenommen, der Kreditnehmer zahlt seinen Kredit pünktlich nach 30 Tagen zurück, so ist es (unter Berücksichtigung des gezahlten Aufschlages) ein +/- 0 Geschäft. Wird der Kredit vorzeitig zurück bezahlt ein Verlust und nur bei verspäteter Zahlung ein geringer Gewinn. Inwieweit das aktive Handeln am Sekundärmarkt sich auf die Rendite auswirkt, zeigte die Berechnung auf zinsen-berechnen.de:
Mein Fazit

Sicherlich war es sehr zeitaufwändig die Kredite manuell zu kaufen und dann alle kleinen Anteile ständig wieder zum Verkauf anzubieten. Ich bin mir auch bewusst, dass dieses Spiel nicht ewig weiterzuführen ist. Sobald sich die äußeren Umstände auf Viventor ändern, funktioniert die Taktik wahrscheinlich nicht mehr bzw. schleppender. Weiterhin ist das System auch schlecht skalierbar. Mit größeren Portfolien würde dies gefühlt zum Full-Time-Job ausarten.

Allerdings verdeutlicht mein Versuch doch gut, welche "Macht" ein Sekundärmarkt haben kann. Er ist eben nicht nur geeignet um schnelle Liquidität zu schaffen oder um bei drohenden Kreditausfällen Schadensbegrenzung zu betreiben, sondern bietet auch enorme Chancen für eine Zusatzrendite.

Mir hat das Experiment viel Spaß gemacht und ich werde auch weiterhin an den Sekundärmärkten experimentieren. Momentan teste ich ähnliche Varianten bei Bondora und FinBee.

Welche Erfahrungen im Sekundärmarkthandel hast du gemacht? Über einen Kommentar freue ich mich sehr.

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