Rückblick Juni 2017

Mintos P2P-Kredite Eurocent Krise
Mintos in der „Eurocent-Krise“
29. Juni 2017
Viventor P2P-Kredite Lebenszeichen
Lebenszeichen von Viventor
13. Juli 2017
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Rückblick Juni 2017

Monatsrückblick P2P-Kredite Portfolio
Die nächsten 30 Tage des Jahres sind ins Land gezogen und es wird Zeit für meinen Monatsrückblick.
Erster Monat mit Buchverlust!

Ich war im Urlaub und habe im Juni mein Portfolio komplett sich selbst überlassen. Umbuchungen zwischen den Plattformen, Einzahlungen und Auszahlungen fanden entsprechend nicht statt. Im Ergebnis habe ich exakt 27,00€ Verlust zu verbuchen, die diversen Ausfällen bei Bondora, bzw. meiner 100% Abschreibungspolitik, geschuldet sind. Damit reduziert sich meine Gesamtrendite (vor Steuer) auch auf 21% p..a.. Kein Grund zur Sorge also, zumal meine anderen Anlageklassen weit weniger einbringen!

Mintos läuft stabil

Meine Investition läuft stabil und ich kann zum Glück mir die "Eurocent-Krise" (siehe Blogbeitrag von gestern) gelassen von der Seitenlinie aus ansehen. Blicke ich auf die Einkäufe meines Autoinvestors zurück, so wurden in den letzten Wochen alle Rückflüsse unverzüglich in MOGO Autokredite zu 13% mit Rückkaufgarantie investiert. Positiv fällt mir auch auf, dass ich zur Zeit kaum Kredite im Zahlungsverzug habe. 7% sind entweder Zufall oder es macht sich bemerkbar, dass ich kaum mehr PayDay-Loans im Portfolio habe. Damit bin ich sehr zufrieden und lässt die P2P-Plattform wieder weiter in meiner Gunst steigen.

Geplanter Teilabzug von Geldern bei Twino.

Da ich nicht manuell investieren konnte, haben sich im Juni ca. 350€ an Rückflüssen (Zinsen + Tilgungen + BB-Fälle) angesammelt. Nächste Woche plane ich ca. 500€ von Twino abzuziehen um das Kapital auf andere Anbieter umzuverteilen. Die Entlassungsgeschichte letzten Monat und die aktuelle Situation bei Mintos haben mich meine Risikobewertung überdenken lassen. Ein 30% Anteil am Gesamtportfolio ist mir einfach momentan zu groß.

Bei Viventor bewegt sich nichts

Bei Viventor hat sich auch im Juni nichts getan. Aus technischer Sicht läuft alles hervorragend, allerdings schafft es der Anbieter nicht neue Kreditpartner zu finden. Das monatliche Kreditvolumen von ca. 1,8 Mio. € reicht einfach nicht aus um über 3300 Anleger glücklich zu machen. Auch hier blieb letzten Monat, ohne manuelles Investment, viel Kapital liegen....

Weitere Ausfälle bei Bondora

Fast 100€ Verlust durch Ausfälle - das klingt alles andere als positiv! Allerdings habe ich mit diesem Ergebnis gerechnet. Mehrere größere Anteile, die ich bereits im Zahlungsverzug mit Rabatt gekauft hatte, sind ausgefallen. Da ich diese noch nicht weiterverkauft habe, steht nun erstmal mit 100% Verlustabschreibung "in meinen Büchern". Erschwerdend hinzu kommt, dass ich noch über 600€ uninvestiertes Kapital habe und damit auch die regulären Zinseinnahmen zum großen Teil ausblieben. Insgesamt liegt meine Rendite trotzdem noch bei 56% p.a. und damit weit über dem Zielwert. In den nächsten Tagen werde ich mich wieder verstärkt dem Verkauf von Portfolios widmen und neue "gute" Kredite am Zweitmarkt einkaufen. Beides kam in den letzten Wochen eindeutig zu kurz und zeigt mir deutlich, dass Bondora nichts für "passive" Anleger ist.

Swaper konstant mit 10% freiem Kapital

Nachdem letzten Monat gehäuft Gelder nicht reinvestiert wurden, hat sich im Juni die Situation in meinem Portfolio wieder etwas verbessert. Trotzdem konnte ich rückwirkend dem Account Statement entnehmen, dass ca. 10% regelmäßig untätig rumlag. Sehe ich darüber hinweg, läuft alles stabil und zufriedenstellend. Auch das überarbeitete Dashboard gefällt mir optisch gut, näher angeguckt habe ich mir es allerdings noch nicht.

ViaInvest mit konstant niedriger BuyBack-Quote

Im Vergleich zu den Mitbewerbern ist es kaum zu glauben, aber die Buyback-Quote liegt auch weiterhin bei konstant niedrigen 10-15%. Scheinbar hat man den Zinssatz der spanischen Kredite von 12.2% auf 12% gesenkt, was mich jetzt weniger stört, da es bei meiner Investitionsgröße nur wenige Cent Unterschied ausmacht. Damit kann ich nun vorerst meine beiden Autoinvestoren zusammenlegen und mein Portfolio wird sich dadurch vermutlich wieder mehr auf die einzelnen Länder diversifizieren. Nach nun 6 Monaten Investitionszeitraum habe ich 43,39€ Zinsen erhalten und meine Rendite liegt bei rund 11%.

FinBee-Investition vor dem Aus

Nachdem man letzten Monat bereits den Komensationsfond geschlossen hat, gab es in den letzten Tagen eine weitere, schlechte, Nachricht. FinBee wird ab dem 01.07. einen Steueranteil in Höhe von 15% der Zinszahlungen einbehalten. Dies ist wohl einer gesetzlichen Änderung in Litauen geschuldet, welches auch andere litausche P2P-Plattformen betreffen wird. Theoretisch lässt sich dies über das Doppelbesteuerungsabkommen verrechnen, allerdings sehe ich hier schon Disskussionen mit dem Finanzamt vorprogrammiert. Entsprechend werde ich zukünftig nicht weiter bei FinBee investieren und werde mein Geld perspektivisch abziehen.

Robocash wächst weiter

Der Anlageroboter befindet sich auf einem guten Weg. Die Zahl der Investoren ist auf über 500 angewachsen und die Rufe nach der Aufhebung der 10.000€ Grenze werden immer lauter. Mein XIRR-Wert ist nach der kurzen Zeit bereits auf 13% geklettert. Begünstigt natürlich durch die kurzen Laufzeiten der Kredite und weil es keine Extensionen gibt. Robocash ist momentan eine der wenigen Plattformen, die man komplett auf Autopilot betreiben kann, da Rückflüsse innerhalb weniger Minuten zuverlässig reinvestiert werden. Ich bin mehr als zufrieden mit dem Roboter!

Abschließend ergibt sich mir als Monatsfazit: Nur wenige P2P-Plattformen lassen sich komplett passiv betreiben. Bei einigen geht es nicht ohne manuelle Investitionen und bei Bondora ist es erst recht nicht empfehlenswert.

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