Quartals- & Jahresrückblick Dezember 2018

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Quartals- & Jahresrückblick Dezember 2018

Monatsrückblick P2P-Kredite Portfolio
Vorgestern endete das 4. Quartal in 2018 und ich schloß damit gleichzeitig mein zweites, volles, P2P-Jahr ab.
Wie man bereits an der Anzahl der verfassten Blogbeiträge bemerkt, gab es bei mir nicht viele Neuerungen, was mein P2P-Portfolio betrifft. Zum Jahresende hat man als Autoverkäufer immer Stress, am Aktienmarkt war ordentlich Bewegung drin und ich habe meine bessere Hälfte gefunden. Ich hoffe es ist nachvollziehbar, dass man da nicht viel Zeit vor dem Laptop verbringen kann und möchte.
Quartalseinschätzung

Sooo sonderlich berauschend war mein viertes Quartal im Bereich der P2P-Kredite nicht. Mit nur 198€ Gewinn in 3 Monaten bin ich nicht richtig zufrieden. Das entspricht nur rund 2/3 des Cashflows, auf den ich insgeheim schiele. Wie befürchtet, musste ich im Oktober ein paar Kreditausfälle bei Bondora abschreiben. Da ich diese, für meine interne Renditeberechnung, zu 100% als Totalausfall werte, ist das immer etwas schmerzhaft. Im Vergleich zu den Vormonaten merkt man natürlich auch die Umstellung auf die längerfristigen Tez-Kredite bei Robocash, welche die Zinsen erst am Ende der Laufzeit auszahlen. Dafür bekomme ich 14,5% Zinsen p.a. noch ein paar Monate länger, obwohl das Zinsniveau beim Anbieter nun auch auf 12% gesunken ist.

Auch bei den Immobilienkrediten über Bulkestate gibt es erst die Zinsen am Ende der Laufzeit. Zu Bulkestate und Envestio fehlen auch noch die beiden Plattformvorstellungen im Blog, für die ich bisher weder Muse noch Zeit hatte. Beide Anbieter glänzen momentan auch mit fehlenden Investitionsmöglichkeiten, welche hoffentlich nur mit dem Jahreswechsel in Verbindung zu bringen sind.

Positiv entwickelten sich im Allgemeinen die Buyback-Plattformen. Besonders Mintos sticht hier hervor. Das Kreditangebot an Kurzläufern erhöhte sich deutlich vor Weihnachten und auch das Zinsniveau stieg wieder auf 14% hoch. Bei Viventor, ViaInvest, Swaper und Peerberry gibt es keine sonderlichen Neuerungen. Leider fällt Grupeer etwas negativ auf, weil hier das hohe Zinsniveau ebenfalls etwas abgefallen ist. Statt 14-15% gibts nun 12-14%. Auch war man einige Wochen "ausverkauft" und aktuell gibt es fast ausschließlich wieder Kreditanteile des Promenada-Projektes.

Etwas mehr habe ich wieder auf FinBee investiert. Zwar gibt es dort keine Buyback-Garantie und auch der Kompensationsfund ist Geschichte, aber die Zinsen und das Kreditangebot empfinde ich als "wieder besser". Mit einem persönlichen Durchschnittszinssatz von knapp 23%, sollten sich Ausfälle zukünftig wieder gut kompensieren lassen.
Zusammenfassung 2018

Insgesamt kann ich mit meinem P2P-Investment 2018 recht zufrieden sein. Am Ende konnte ich insgesamt einen Gewinn von 1.444,93€ verbuchen. Betrachte ich das letzte Jahr für sich, so komme ich auf einen Zinsfuß von 16,83%. Rein renditetechnisch habe ich damit mein Ziel von 15% p.a. übererfüllt.
Das ist alles soweit ganz ordentlich, aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum,fehlen über 1.000€ an Gewinnen. Das sind über 40% weniger Ertrag und wäre ich ein Aktienunternehmen, so würde mein Kurs nun rapide fallen. Der Grund für den Gewinnrückgang lässt sich leicht ablesen. In der Größenordnung liegt es nicht an den Zinsschwankungen auf den einzelnen Plattformen. Es liegt an meiner Zweitmarktstrategie bei Bondora, welche in 2018 zwar auch Gewinne abwarf, aber eben nicht so gut performte, wie in 2017.
Die Einzelrenditen der P2P-Plattformen in meinem Portfolio siehst du ebenfalls unten dargestellt. Auch hier fallen mir positiv Mintos und Bondora auf. Etwas "verfälscht" sieht Twino aus. Hier war ich Anfang des Jahres ja ausgestiegen, als die Zinsen auf 10/11% fielen. Die Renditen bei Robocash und Bulkestate erscheinen dafür etwas niedrig. Das liegt allerdings an den langfristigen Krediten, da dort die Zinsen aufgelaufen und noch nicht ausgezahlt sind. Dies sollte sich in 2019 ausgleichen. Alle andere Plattformen kann ich mit "was zu erwarten war" zusammenfassen.
Ausblick 2019

Meine Strategie für 2019 sieht vor, dass die P2P-Portfoliogröße bei 10.000€ gehalten werden soll. Das heißt, ich werde Zinsen von Zeit zu Zeit abbuchen um diese meinem Aktiendepot hinzuzufügen. Zwar beschneide ich mich damit (P2P isoliert betrachtet) selbst um den Zinseszinseffekt, aber die Gewinne gehen ja in andere Anlagen und werden nicht verkonsumiert. Ziel ist es, meinen prozentualen P2P-Anteil an der Gesamtinvestitionssumme etwas zu reduzieren. Sozusagen ein klassisches Rebalancing. Bei welcher Plattform und wann ich Auszahlungen vornehme, entscheide ich dabei situativ. Dies hängt hauptsächlich von den angebotenen Zinsen und der Kreditsituation ab, welche ich nicht vorhersehen kann. Ob ich neue Plattformen testen werde, kann ich zum heutigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen.

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